Der Report „OER in Deutschland: Praxis und Politik. Bottom-Up-Aktivitäten und Top-Down-Initiativen“ beschreibt die Situation offener Bildungsmaterialien sowie Grundzüge und aktuelle Debatten im deutschen Bildungssystem. Wie sich politisch geführte Top-Down-Aktivitäten sowie Bottom-Up-Aktivitäten auswirken, zeigt die vorläufige Bilanz der Autoren. Der Bericht entstand mit Unterstützung der deutschen UNESCO-Kommission.
Im Auftrag des UNESCO-Instituts für Informationstechnologie im Bildungswesen (IITE) wurde die Studie als Teil einer Reihe von Bestandsaufnahmen in Bezug auf Open Educational Resources (OER) auf der ganzen Welt erstellt. Deutschland stand bei der Betrachtung im Fokus, weil es als Nachzügler bzgl. OER bezeichnet werden kann.
Die Studie zeigt, dass in Deutschland sowohl Top-Down- wie Bottom-Up-Initiativen parallel existieren. Die Hoffnung besteht, dass der Digitalpakt zwischen Bund und Ländern entsprechende Vorhaben unterstützt und fördert. OER wird in diesem Zusammenhang häufig genannt, insbesondere stehen bei allgemeinen Bildungsdebatten die Potenziale von OER für individualisierte und situationsgerechte Lernmöglichkeiten im Fokus.
Ein weiterer Aspekt des Reports ist das Urheberrecht und die damit einhergehende Barriere für die OER-Praxis.
Der Text ist eine Übersetzung und Aktualisierung des englischsprachigen Reports, erschienen 2017, verfasst im Auftrag der UNESCO und des UNESCO Institute for Information Technologies in Education (IITE) in Moskau.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten haben wir mit dem Internet ein mächtiges Werkzeug zur Hand. Nie war die Verfügbarkeit von Wissen größer, nie das Teilen einfacher, schneller und weitreichender. Ironischerweise ist es heute für Lehrende trotzdem schwieriger, ihrer Tätigkeit nachzugehen.